Wer wir sind, wie wir arbeiten – und warum drei Kinder die besten Lehrmeister sind
Wie alles begann – vom ersten Bienenstich zur Leidenschaft
Alles fing mit einer einfachen Frage unserer Kinder an: „Papa, wie kommt der Honig ins Glas?" Statt einer einfachen Antwort beschlossen wir, es gemeinsam herauszufinden. Wir besuchten einen Imkerkurs, lernten die Grundlagen und wurden bald von der Faszination gepackt, die die Welt der Bienen für uns bereit hielt.
Was als neugieriges Familienprojekt begann, wurde zur echten Hobbyimkerei. Heute betreiben wir mehrere Völker in Kleinschwarzenlohe – einem idyllischen kleinen Ort bei Wendelstein, südlich von Nürnberg. Die Natur hier ist wunderschön und bietet unseren Bienen eine reiche Tracht aus Wiesen, Obstgärten, Hecken und dem nahen Waldrand.
Der Name „Drei kleine Imker" ist natürlich kein Zufall. Unsere drei Kinder sind von Anfang an dabei – mit Schutzanzug, Raucherpfeife und strahlenden Augen. Sie haben uns gelehrt, mit kindlicher Neugier auf die Natur zu schauen. Und manchmal stellen sie die klügsten Fragen.
Die wahren Stars unserer Imkerei – und die besten Qualitätsprüfer!
Unsere Älteste ist die Chefin am Schleudergerät. Sie hilft beim Etikettieren, kennt jeden Honigtopf beim Namen und weiß genau, welcher Honig wie schmeckt – unser strengstes Qualitätsurteil!
Unser Mittlerer liebt es, die schweren Rähmchen zu tragen und hilft beim Entdeckeln. Er hat keine Angst vor Bienen – „Die mögen mich", sagt er, und er hat wohl Recht.
Unsere Jüngste staunt noch über alles. Ihre Lieblingsaufgabe: mit dem Finger durch den frischen Honig fahren. Der Gesundheitscheck läuft. Jedes Mal. Zuverlässig. 🍯
„Kinder zu Imkern zu erziehen bedeutet nicht nur, ihnen beizubringen, wie Honig entsteht. Es bedeutet, ihnen beizubringen, wie die Natur funktioniert – und warum es sich lohnt, sie zu schützen."
– Familie Kattwinkel
So arbeiten wir – diese Werte sind uns wichtiger als maximale Ernte
Unsere Bienen sind keine Produktionsmaschinen. Wir sehen sie als Partner. Wir entnehmen nur den Honig, der wirklich überschüssig ist – genug bleibt immer im Stock.
Wir setzen auf natürliche Methoden. Keine Antibiotika, keine chemischen Tricks. Varroa-Behandlung erfolgt ausschließlich mit zugelassenen Naturstoffen wie Oxalsäure.
Lieber weniger Honig, dafür echter und geprüfter. Jede Ernte wird von der LWG analysiert. Unser Honig wird nie erhitzt oder gefiltert – Qualität ist keine Kompromiss.
Unser Honig kommt aus Kleinschwarzenlohe. Nur von hier. Keine Mischungen, keine Importe. Was auf dem Etikett steht, kommt auch von dort.
Imkerei ist Naturbildung. Wir möchten Kindern zeigen, wo Honig herkommt – und warum Bienen so wichtig für unser Ökosystem sind. Deshalb sind unsere Kinder immer dabei.
Wir sind Hobbyimker. Kein gewerbliches Unternehmen, keine Massenproduktion. Das bedeutet: Jedes Glas wird mit echter Leidenschaft gemacht – weil wir es wollen, nicht müssen.
Sauberkeit ist für uns kein optionales Extra – sondern selbstverständlicher Teil unserer Imkerei
Bei jeder Ernte, jedem Abfüllvorgang und jeder Kontrolle gilt: frisch gewaschene Hände, saubere Werkzeuge. Die Kinder sind dabei – sie lernen so von klein auf, wie wichtig Hygiene im Umgang mit Lebensmitteln ist.
Jede Ernte wird an die Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG) eingeschickt und dort unabhängig analysiert. Nur Honig, der die strengen Qualitätskriterien erfüllt, kommt in den Verkauf.
Unser Honig wird niemals erhitzt und nicht ultrafein gefiltert. So bleiben alle natürlichen Enzyme, Pollen und Aromastoffe erhalten. Der Honig bleibt so, wie ihn die Bienen übergeben haben.
Wir verwenden ausschließlich neue Lebensmittelgläser mit unversehrten Deckeln. Jedes Glas wird direkt nach dem Abfüllen versiegelt und erst beim Kunden geöffnet – keine Kompromisse.
In unseren Honig kommt nichts hinein außer Honig. Keine Konservierungsmittel, keine Aromazusätze, kein Wasser, keine Mischungen mit fremden Sorten. Was auf dem Etikett steht, ist im Glas.
Das Leben der Bienen und unsere Arbeit folgen dem Rhythmus der Natur
Wenn ein Volk zu groß wird, teilt es sich – ganz ohne menschliches Zutun
Ein Bienenschwarm ist kein Unglück – er ist Natur pur. Wenn ein Volk stark genug ist und der Platz im Stock eng wird, bereitet die Kolonie ihre Teilung vor: Die Bienen ziehen eine oder mehrere neue Königinnen nach. Kurz bevor die erste neue Königin schlüpft, verlässt die alte Königin mit etwa der Hälfte der Arbeitsbienen den Stock. Das ist der Schwarm.
Der Schwarm fliegt zunächst gemeinsam aus und bildet eine Schwarmtraube – eine dichte Ansammlung von Tausenden Bienen, die sich an einem Ast, einer Hecke oder einem anderen Objekt festhalten. Von dort aus erkunden Kundschafterinnen die Umgebung auf der Suche nach einem geeigneten neuen Zuhause. Dieser Zustand kann wenige Stunden bis zu mehreren Tagen dauern.
Für den Imker ist das Einfangen eines Schwarms eine klassische Aufgabe – und ein Geschenk der Natur: Ein eingefangener Schwarm bedeutet ein neues, gesundes Volk ganz ohne Kosten. Schwärme sind übrigens in der Regel sehr friedlich, weil die Bienen keine Brut und keinen Vorrat zu verteidigen haben.
Ein Bienenschwarm im Mai ist sprichwörtlich Gold wert – daher sagt man: „Schwarm im Mai ist ein Ei, Schwarm im Juni ein Fliegen, Schwarm im Juli taugt nicht viel." Je früher in der Saison, desto mehr Zeit hat das neue Volk, sich aufzubauen und Vorräte für den Winter anzulegen. Unser erster Schwarm 2026 kam genau zur richtigen Zeit! 🐝
Unsere Völker stehen im Landkreis Roth – mitten in einer blütenreichen Landschaft
Unsere Bienen stehen im Landkreis Roth – in und um Kleinschwarzenlohe, einem kleinen Ortsteil von Wendelstein südlich von Nürnberg. Die Standorte verteilen sich im Umkreis und bieten unseren Völkern eine reiche, abwechslungsreiche Tracht: Obstgärten, Blumenwiesen, Hecken und der nahe Waldrand von Frühjahr bis Herbst. Die ländliche Umgebung im Landkreis Roth kommt direkt dem Wohlbefinden unserer Bienen zugute.
Wir halten Carnica-Bienen (Apis mellifera carnica), auch Krainerbiene genannt – die friedlichste und sanftmütigste Rasse, ideal für die Arbeit mit Kindern. Carnica-Bienen sind fleißige Sammlerinnen, überwintern sparsam und sind robust gegen Krankheiten.
Daneben halten wir auch Buckfast-Bienen – eine von Bruder Adam im englischen Buckfast Abbey gezüchtete Rasse, bekannt für ihre Sanftmut, hohe Honigleistung und gute Gesundheit. Sowie die Dunkle Biene (Apis mellifera mellifera) – die ursprüngliche heimische Honigbiene Mitteleuropas, die besonders gut an unser regionales Klima angepasst ist und als erhaltenswertes Naturerbe gilt.